Mit Hannibal über die Limmer Straße

Hannover
  • Studium & Lernen
  • 11.07.2018

Hochdeutsch musste Lara Kühnle erst lernen, als sie nach Hannover kam. Um sich Vorbilder mit einer klaren Aussprache anzuhören, nutzt die gebürtige Baden-Württembergerin die erst kürzlich eingeführte Theaterflatrate: Als Studentin der Medizinischen Hochschule Hannover kann sie so kostenlos und so oft sie möchte den Schauspielern auf der Bühne zuhören.

Das Freizeitangebot der Uni ist nur einer von vielen Gründen, warum es Lara in ihrer Wahlheimat Hannover so gut gefällt. „Hannover ist eine tolle mittelgroße Stadt, in der es alles gibt, was man zum Wohlfühlen braucht.“ Besonders begeistert ist sie vom Modellstudiengang HannibaL, der in Deutschland  einzigartig ist: „Wir haben sehr viel Unterricht am Patientenbett  – und das von Studienbeginn an“ , erklärt die Studentin. Wenn Lara gerade nicht lernt, arbeitet sie für den AStA oder geht auf Entdeckungsreise in Niedersachsens Hauptstadt. Hier ihre Tipps:

„Limmern gehen“: Das bedeutet, auf der Limmer Straße entspannt ein oder zwei Bierchen der ortsansässigen Brauerei Herrenhäuser vom Kiosk zu genießen und dort mit Freunden abzuhängen.

Faust: Die ehemalige Bettfedernfabrik ist heute ein Kulturzentrum, in dem laut Lara unter anderem die besten Studentenparties Hannovers stattfinden. Es lockt ein entspanntes Publikum an und ist sehr günstig. Die Faust liegt im coolen und hippen Viertel Hannover-Linden.

Cafe Glocksee:  Im Hof werden die Gäste von metallenen Dinosauriern begrüßt, vielleicht ein Zeichen dafür, dass das Café schon fast so alt ist wie die Stadt selbst ist. Jedenfalls verwandelt sich der Laden nachts in einen coolen Club mit Live-Musik oder DJ-Sets

Lieb.es. Im gemütlichen Café  am E-Damm in der Nordstadt herrscht Wohnzimmer-Atmosphäre. Zum Angebot im Lieb.es zählt viel Gesundes und Veganes, für einen besonderen Frische-Kick sorgen zum Beispiel die Salate.

Pizza hoch 5: Gleich fünfmal gibt es die Pizza-Manufaktur Francesca & Fratelli in Hannover. Die knusprigen Steinofen-Pizzen sind auch in der To-Go-Variante sehr beliebt

Holländische Kakaostube: Der absolute Klassiker in Hannovers City. Wenn es mal nicht so rund läuft, hilft ein heißer Kakao mit einem Stück selbst gemachtem Baumkuchen. Im Sommer lockt alternativ ein riesiger Krokanteisbecher. Die süßen Köstlichkeiten der traditionsreichen Konditorei sind wahre Seelentröster und einfach äächt lecker!

Georgengarten: Der Stadtpark im Stadtteil Nordstadt ist im englischen Stil angelegt und Teil der Herrenhäuser Gärten. Fans von Max und Moritz sollten im nahe gelegenen Georgenpalais das Wilhelm Busch Museum besuchen (dienstags bis sonntags 11.00 bis 18.00 h geöffnet).

Hermann-Löns-Park: Hier gibt es neben vielen Grünflächen auch ein Freibad und einen Teich. Am Eingang des Parks kann man am Beispiel einer Windmühle, einer ehemaligen Meierei und eines Kornspeichers den Charme typisch niedersächsischer Gebäude bewundern.

Maschsee: Die Kalorien, die man sich in der Kakaostube angefuttert hat, wird man am besten bei einem Lauf um den Maschsee wieder los. Die rund 6 Kilometer lange Strecke führt auch am Sprengelmuseum vorbei. Das renommierte Ausstellungshaus besticht mit einer bedeutenden Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Im August steigt außerdem traditionell das Maschseefest mit vielen kulinarischen und musikalischen Highlights.

 

Was man in Hannover nicht verpassen sollte? Das Maschseefest im August. Wenn das steigt, treffen sich drei Wochen lang alle immer am See.

 

Christin Kapser, Studentenberaterin der apoBank in Hannover

Human- Zahn- und Tiermedizin in Hannover

Der Name HannibaL steht für „Hannoversche integrierte berufsorientierte adaptive Lehre“. Der Modellstudiengang für Humanmedizin wurde 2005 eingeführt und setzt auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Prüfungen werden zeitlich nah zum Unterricht durchgeführt. Sind alle erfolgreich absolviert, gilt das Physikum als bestanden. 60 Prozent der Studienplätze sowohl für Human- als auch für Zahnmediziner vergibt die Uni über ein hochschuleigenes Auswahlverfahren. Laut Lara Kühnle können hier auch Kandidaten punkten, die statt eines 1.0-Schnitts besonderes Engagement vorzuweisen haben.

Rund 250 Studienplätze werden jährlich an der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) in Hannover vergeben. 1778 als Roß-Arzney-Schule gegründet, wurde die Hochschule in eine Stiftungshochschule überführt, was der TiHo mehr Eigenständigkeit sichert. Neben Tiermedizin kann man hier im Masterstudiengang „Animal Biology and Biomedical Science“ auch Biologie studieren. Zur Hochschule gehören sechs Kliniken, 19 Institute und drei Fachgebiete an zwei Standorten. Hinzu kommen Außenstellen in Ruthe bei Sarstedt, in Bakum bei Vechta und in Büsum an der Nordseeküste.

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