PJ im Ausland: Hier soll's sein

Skyline
  • Studium & Lernen
  • 24.08.2016

Das Praktische Jahr ist bei vielen Medizinstudierenden ein echtes Highlight: Endlich kann man mehr Praxisluft schnuppern und auf Wunsch die Welt ein wenig erkunden – sowohl medizinisch als auch kulturell. Sofern man finanziell abgesichert ist, hat man schnell die Qual der Wahl: Südkorea, Ghana, England, Argentinien oder doch die USA?

Im besten Fall hilft eine ausgiebige Recherche. Welche Länder schneiden bei den deutschen "PJlern" nicht gut ab, welche Krankenhäuser sollte man meiden, wo wird man bestmöglich betreut und wo lernt man am meisten? Für ein adäquates Resultat reicht im Normalfall die private Recherche mit Google und Co. nicht aus – außer man stößt auf das "PJ-Ranking". 18.000 Bewertungen wurden bereits von Medizinstudierenden auf der Website abgegeben und so ist eine realistische Einschätzung tatsächlich möglich.

Schweden ist beim PJ im Ausland nicht zu schlagen

In insgesamt acht Kategorien bewerten Studierende ihr PJ im Ausland: Die Stimmung in der Station, der Kontakt zur Pflege, das PJler-Ansehen, die Stimmung in der Klinik, der Unterricht, sowohl die Betreuung als auch die Freizeit und die Lehre der Station generieren eine Gesamtnote.

Wenn es nach den ehemaligen PJlern geht, ist Schweden das Nonplusultra. Die Skandinavier punkten mit einer Note von 1,17 in der „Lehre der Station“ und kommen auf eine Gesamtnote von 1,27. Gefolgt werden sie vom Nachbarland Finnland (Gesamtnote 1,44), auf dem dritten Platz liegt Japan (1,55). Die allseits beliebten USA rangieren auf dem siebten Platz mit einer Note 1,69, vor ihnen liegen noch Kanada (1,56), Brasilien (1,59) und sogar die Bahamas (1,63). Dabei sollte der Student aber beachten, dass die Reisekosten bei den Stationen außerhalb Europas nicht nur steigen, die gesetzliche Krankenversicherung bietet dort auch keinen Schutz.

Deutschland kann beim PJ nicht mithalten

Wer sich diesbezüglich absichert, kann sich auch an einem Praktischen Jahr in Ghana versuchen. Das Land im Westen Afrikas schneidet mit einer Gesamtnote von 1,77 überdurchschnittlich gut ab und schrammt hauchdünn an der Top Ten vorbei – letztlich reicht es für Platz zwölf. Direkt dahinter liegt China, das zwar in den meisten Rubriken gut abschneidet, aber bei „Lehre“ nur auf ein „befriedigend“ kommt.

In Deutschland greift zwar logischerweise die gesetzliche Krankenversicherung. So richtig beliebt ist es allerdings trotzdem nicht: Für die Top 20 hat es nicht gereicht, derzeit rangiert es nur auf dem 22. Platz mit einer respektablen 2,0-Note. Länder wie Kolumbien, Chile, Ghana oder Indien haben es vor Deutschland geschafft. Wer derweil mit einem PJ in Nepal kokettiert, sollte vorab wissen, dass es den letzten Rang des Rankings belegt. Mit einer Gesamtnote von 3,79 ist es abgeschlagen Letzter. Dort soll laut den PJlern vor allen Dingen die Stimmung unterdurchschnittlich sein: Das Land kommt gerade mal auf die Note ausreichend.

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