Gelernt ist gelernt!

Lernen
  • Studium & Lernen
  • 30.01.2017

Leider: Das Gehirn ist keine Festplatte, auf die sich mal eben riesige Datenmengen downloaden lassen. Jede Information, die es sich merken soll, muss in Lernprozessen einzeln abgespeichert werden. Zum Glück gibt es bewährte und wissenschaftlich geprüfte Lern-Techniken, mit denen der Stoff leichter im Kopf ankommt und bleibt.

Repetieren oder regelmäßiges Wiederholen

Zugegeben, die Methode ist nicht neu, aber in modifizierter Form extrem effektiv. Wichtig ist: Die Wiederholungen sollten keineswegs nach einem festen Schema, sondern in möglichst unregelmäßigen, größer werdenden Intervallen stattfinden, also z.B. alle zwei Stunden, jeden Tag einmal, dann wieder nach fünf Tagen, dann nach zehn. Das belegt eine aktuelle Studie. Trag dir am besten in den Kalender ein, welchen Lernstoff du wann wiederholen solltest. Nützlich sind auch Lernkarten-Sets.

In verschachtelten Themenblöcken lernen

Angenommen, Du hast Stoff A B C zu lernen. Dann würdest Du wahrscheinlich erst A durchackern, dann B und dann C, oder andersherum. Fachleute raten aber zu Lernsequenzen wie diesen: ABC ABC ABC oder ACB ABC BAC. Interleave learning (verschachteltes Lernen) sagen sie dazu. Das heißt, man soll sich nicht zweimal hintereinander mit der gleichen Sache beschäftigen. Eine Untersuchung  belegt: Interleave-Lerner haben zu 43% bessere Test-Ergebnisse als Block-Lerner.

Lernstoff bewusst assoziieren

Schon mal was vom wissenschaftlich untersuchten Baker-Baker-Paradox gehört? Wahrscheinlich nicht, dabei wirst du es kennen: Es beschreibt, dass es leichter ist, sich den Beruf (Baker = Bäcker) einer Person zu merken, als den Namen (Baker). Das liegt daran, dass der Name meist einfach eine Reihe von Buchstaben ist, während beim Beruf sofort Gedanken im Kopf auftauchen, in diesem Fall etwa: Früh Aufstehen, Mehl an den Händen, weiße Arbeitskluft, lecker Brötchen. Je mehr Links das Gehirn im Geiste kreiert, desto mehr Erinnerungsmöglichkeiten schafft es sich. Versuche also, dir Dinge wie Abläufe im Körper oder biochemische Grundlagen bildlich vorzustellen oder mache dir Skizzen. Bilder zum Lernstoff kann man auch online gegen eine Monatsgebühr in Tutorials ansehen, sehr unterhaltsam ist Celebritydiagnosis.com, dort werden die  Krankengeschichten von Stars erläutert.

Effektiver lernen beim Lesen

SQ3R heißt eine Lese-Methode, die dir beim Lernen hilft. Dahinter verbergen sich die Anfangsbuchstaben der Worte Survey, Question, Read, Recite, Review. Auf deutsch und ausführlich bedeutet dies:

  • Überblick verschaffen: Inhaltsverzeichnis bzw. Zusammenfassung lesen, Abbildungen und Grafiken studieren.
  • Fragen zum Text überlegen: Was erwarte ich von dem Text? Kann der Inhalt mit schon Gelerntem verknüpft werden?
  • Text lesen, dabei optional Passagen anmarkern oder unterstreichen, Randbemerkungen hinzufügen.
  • Text Abschnitt für Abschnitt in eigenen Worten zusammenfassen, so als wolle man den Inhalt jemandem erklären.
  • Zusammenfassen und die eigenen Fragen beantworten.

Das klingt genauso aufwändig wie es ist, aber es lohnt sich. Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, dass jeder Schritt akribisch eingehalten wird.

Den Test-Effekt nutzen

Ein Test ist kein Abschluss. Das klingt jetzt erst mal befremdlich. Die meisten Studenten assoziieren mit einem Test oder einer Prüfung das Ende des Lernprozesses – aber genau das hindert das Gehirn darin, die Inhalte dauerhaft abzuspeichern. Denn sobald es das Signal bekommt, dass ein Prozess abgeschlossen ist, vergisst es die dazu gehörenden Informationen, der Arbeitsspeicher wird bereinigt. Gegen das Vergessen hilft nur, sich auch den schon abgefragten Stoff gelegentlich ins Gedächtnis zu rufen, z.B. indem du die Prüfungsfragen Zuhause immer mal wiederholst. Das geht übrigens besonders gut mit Lern-Apps wie der „Lass mal kreuzen“ App der apoBank. Auf diese Weise speichert das Gehirn ab, dass es alle Informationen also besser in Erinnerung behalten sollte, um jederzeit vorbereitet zu sein. Je mehr Tests, desto besser das Wissen am Ende.

Hier geht es zur "Lass mal kreuzen" App für Pharmazeuten.
Hier geht es zur "Lass mal kreuzen" App für Mediziner.

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