Fünf Argumente für die Fachschaft

  • Studium & Lernen
  • 21.09.2018

Zu gestresst fürs Ehrenamt? Der Pharmaziestudent Sven Spangenberg hält das für ein schwaches Argument. Er mischt seit Studienbeginn in der Fachschaft mit und kann das nur empfehlen.

Sven Spangenberg (20) ist im 6. Semester und seit Januar 2018 Vorsitzender des Pharmazie-Fachschaftsrats an der Universität Greifswald. Davor war er als Freiwilliger in der Gruppe aktiv. Rund drei Stunden pro Woche investiert er in sein Ehrenamt. Sven Spangenbergs Eindruck: Vor allem Campus-Neulinge interessieren sich kaum noch für die Studierendenvertretung. Dabei hat die Fachschaft aus seiner Sicht viel zu bieten:

1. Mitsprache und Deals

„Wir reden in diversen universitären Gremien mit. Zum Beispiel, wenn es um eine neue Studien- oder Prüfungsordnung geht. Dabei geben wir Kritik und Anregungen weiter, die Studierende an uns herantragen – beispielsweise den Wunsch, Prüfungsvoraussetzungen zu lockern oder Lehrinhalte zu modifizieren. Auch Finanzen sind ein wichtiges Thema. Die Fachschaft erhält für jeden Studierenden einen Festbetrag von der Uni. Damit können wir aber nicht so viel machen, wie wir gerne möchten. Es gibt darum eine zusätzliche Vereinbarung zwischen der Universität und den Fachschaften: Wir werben unter den Studierenden für Greifswald als Erstwohnsitz. Dafür erhält die Uni Wohnsitzprämien von der Stadt, die wir zum Teil für unsere Fachschaftsarbeit verwenden können. Mit diesen Mitteln bauen wir zurzeit ein Pharmazie-Lernlabor auf.“
 

Fachschaftler beraten Erstsemester

Hilfe für die Erstis: Sven und seine Mitstreiter sind wichtige Ansprechpartner für Uni-Debütanten.
 

2. Jeden Tag eine gute Tat

„Als Fachschaftler sind wir immer für unsere Kommilitonen erreichbar, persönlich, via Facebook oder per Mail. In unsere wöchentliche Sprechstunde kommen die Studierenden zum Beispiel, wenn sie neue Kittel, Namensschilder oder DC-Platten brauchen. Andere suchen Rat – sie beklagen sich etwa über den Lehrstil eines Professors oder über Klausuren, die zu schlecht ausgefallen sind. Wenn sich Beschwerden häufen, reden wir mit den jeweiligen Professoren darüber und suchen eine Lösung. Zeigt sich ein Dozent resistent gegenüber unserer Kritik, können wir uns an die Institutsleitung oder den Dekan wenden.“
 

Ehrenamtsbonus beim BAföG

Schon gewusst? Studierende, die sich in der Fachschaft engagieren, können bis zu zwei Semester länger die staatliche Förderung nach BAföG beziehen.
 

3. Große Familie und heißer Draht

„Die Fachschaft macht es leicht, sich mit anderen Studierenden zu vernetzen, auch über die Fachsemester und Institutsgrenzen hinweg. Wir sehen uns als große Pharma-Family, aber wir bleiben nicht nur unter uns. Einige unserer Events organisieren wir gemeinsam mit anderen Fachschaften, zum Beispiel mit den Psychologen. Weil wir als Studierendenvertreter im Dialog mit den Dozenten stehen und in den universitären Gremien aktiv sind, kennen uns auch die Professoren gut. So kann man Sympathiepunkte sammeln.“
 

4. Management für Anfänger

„Wir organisieren alles Mögliche: Fachtutorien, Exkursionen und Veranstaltungen, zum Beispiel die Begrüßungswoche für Erstis, unser jährliches Strandvolleyballturnier und einen Adventsumtrunk mit den Dozenten. Dabei lernt man jede Menge und erwirbt nützliche Soft Skills. Etwa entwickelt man eigene Konzepte, stellt Zeitpläne auf, verteilt Aufgaben, betreibt Werbung und behält Budgets im Auge.“

5. Debattier-Training

„Fachschaftsarbeit heißt auch, seine Meinung zu sagen, egal ob unter Kommilitonen oder vor Professoren. Man übt, sich Gehör zu verschaffen, zu diskutieren und zu einem Ergebnis zu kommen. Es geht dabei nicht immer nur um universitäre Themen, sondern auch um Gesundheitspolitik. Zweimal im Jahr sind wir bei Tagungen des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden dabei und tauschen uns dort mit anderen Fachschaften aus, zum Beispiel über Fragen wie den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Die Diskussionen innerhalb und außerhalb der Uni bringen mir persönlich sehr viel.“
 

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