Die Vampire kommen

  • Studium & Lernen
  • 18.10.2018

Mehr Menschen dazu motivieren, sich als Blutspender registrieren zu lassen: Das ist das Ziel des Vampire Cup, an dem sich jedes Jahr Pharmaziestudierende aus der ganzen Welt beteiligen. Zwei Wochen lang, in Deutschland immer rund um Halloween, starten sie dafür Werbeaktionen, verteilen Info-Material und machen Pressearbeit wie die Profis. 14 von 22 Fachschaften sind dieses Mal mit dabei, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Eine davon ist die Fachschaft in Marburg, in der sich Alicia Rosenau im Kampagnenteam engagiert.

 

Das Marburger Kampagnenteam: Lisa-Marie Blasius, Alicia Rosenau (Mitte) und Patrick Neumann.
 

Alicia, warum macht ihr mit beim Vampire Cup mit?

Weil Blutspenden so wichtig ist! Die große Mehrheit der Menschen ist irgendwann in ihrem Leben mal auf fremdes Blut angewiesen. Pro Jahr werden in den deutschen Kliniken 15.000 Blutspenden gebraucht, um Patienten damit zu versorgen. Außerdem macht es natürlich Spaß, da spielt auch der Wettbewerb eine Rolle: Wir lagen beim Vampire Cup bislang jedes Jahr nur ganz knapp hinter den Bonner Pharmazeuten. 230 Liter von insgesamt 460 Spendern hatten wir 2017, bei der Konkurrenz in Bonn waren es 249 Liter. Dieses Jahr wollen wir sie unbedingt überholen.
 

We want your blood!

Ein Wettbewerb darum, wer die größte Menge Blut von Spendern einsammelt: Das ist der Vampire Cup, zu dem die International Pharmaceutical Students´Federation (IPSF) alljährlich aufruft. Angehende Pharmazeuten aus der ganzen Welt beteiligen sich an den nationalen Wettbewerben. Die Idee zum Vampire Cup stammt aus Australien: Dort gibt es den Blutspendemarathon schon seit 2006. In Deutschland organisiert der Bundesverband der Pharmaziestudierenden e.V. den alljährlichen Contest, die Aktionen vor Ort an den Unis stellen die Fachschaften auf die Beine. Vom 22. Oktober bis zum 2. November 2018 laden sie in diesem Jahr zur Blutspende an ihrem Standort ein. Die Gewinner-Fachschaft wird ermittelt, indem die Anzahl der gesammelten Liter an Blut durch die Anzahl der Fachschaftsmitglieder geteilt wird. Als Wanderpokal für die Sieger dient eine kleine Plüschfledermaus.
 

Und wie?

Bislang musste man zum Spenden im Rahmen der Kampagne immer zur Blutspende Marburg in die Uni-Klinik auf die Lahnberge fahren, das hat wahrscheinlich einige abgeschreckt. Dieses Mal haben wir im Gebäude der Pharmazie am Marbacher Weg zusätzlich eine mobile Station der Blutspende Gießen. Am 23., 25. und 30. Oktober wird es hier ein paar Räume mit Liegen und einen Wartebereich geben, also sind die Wege für unsere Kommilitonen viel kürzer. Praktisch ist auch, dass in diesem Jahr nicht nur die Konserven mit Vollblut zählen, die wir beisteuern, sondern auch die Blutplasma- und Thrombozytenspenden. Das steigert sicher unsere Ausbeute!

 

Wie viel Arbeit habt ihr denn mit der Vorbereitung?

Da kommt schon einiges zusammen: Wir haben zum Beispiel lokale Sponsoren an Bord geholt, damit wir die Spender mit kleinen Goodies wie Kinogutscheinen belohnen können. Plakate und Flyer mussten gestaltet, gedruckt und verteilt werden, wir haben die Presse informiert und werden natürlich auch die Räume wieder im Halloween-Style dekorieren. Unser Maskottchen, der Waschbär, wird auch wieder prominent mit von der Partie sein.

Bist du denn selbst auch Blutspenderin?

Eigentlich ja, aber im Moment ist mein Eisenwert zu niedrig – auf den sollte ich ein bisschen aufpassen. Aber klar: Wir Fachschaftler werden uns ordentlich ins Zeug legen, damit möglichst viele mitmachen. Und dann nach der Spende auch die Teilnehmerformulare ausfüllen, damit die gesamte Blutmenge am Ende ermittelt werden kann. Jedenfalls werden wir alles dafür tun, dass Marburg in diesem Jahr endlich mal die Bonner überholt!    
 

Nichts für Hungerhaken

Blut spenden können in Deutschland grundsätzlich alle Menschen über 18 Jahre, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Du solltest mindestens 50 Kilogramm wiegen, kein frisch gestochenes Tattoo und keine ansteckenden Krankheiten haben. Bestimmte Risikogruppen sind ganz von der Blutspende ausgeschlossen. Frauen dürfen vier Mal, Männer sechs Mal im Jahr ihr Blut für andere abgeben.  Wichtig ist, vorher ausreichend zu trinken. Empfohlen werden 1,5 Liter Flüssigkeit in den Stunden vor der Entnahme. Außerdem solltest du Personalausweis oder Reisepass dabeihaben. Für die regelmäßige Blutspende kannst du dich inzwischen beim Roten Kreuz auch online registrieren.      
 

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